Stiftung Warentest: Hausratversicherung

Die Stiftung Warentest hat im April 2012 die Hausratversicherungen von 54 Anbietern getestet. Im Rahmen des Tests wurden über 1000 Tarifberechnungen durchgeführt. Dabei wurden Tarife für junge Leute, Familien und Senioren in vier Städten mit unterschiedlichem Einbruchsrisiko. Dies waren im Einzelnen 95030 Hof als Tarifzone mit dem geringsten, 06842 Dessau als Tarifzone mit einem kleinen, 30419 als Tarifzone mit einem mittleren sowie 60311 Frankfurt am Main als Tarifzone mit einem hohen Risiko. Beim Test fanden nur solche Versicherungen Berücksichtigung, die mindestens einem der drei Modellfälle entsprechen und von allen Privatpersonen abgeschlossen werden können. Keine Berücksichtigung fanden Tarife für des öffentlichen Dienst, mit einem Selbstbehalt und Angebote von Maklern.

 

Ergebnis des Tests war, dass sowohl junge Leute wie Familien und Senioren durch einen Wechsel der Hausratversicherung sparen können. Einsparungen zwischen 200 und 400 Euro sind bei gleicher Stadt und demselben Versicherungsschutz jederzeit möglich. In Extremfällen betrug die Ersparnis bei einem Wechsel sogar bis zu 1.000 Euro. Eine Kündigung der Hausratversicherung ist dabei recht einfach.

Die Testkriterien von Stiftung Warentest im Einzelnen

Bei allen drei Modellfällen wurde eine Wohnung oder ein Haus der Bauartklasse 1 zugrunde gelegt. Angenommen wurde dabei, dass es innerhalb der letzten beiden Jahre keine Vorschäden gab. Im Versicherungsschutz enthalten sind Schäden durch Brand, Blitzschlag, Explosion/Implosion, Einbruchdiebstahl/Vandalismus, Leitungswasser, Raub, Sturm/Hagel. Dazu wurden je nach Modellfall noch zusätzliche Leistungen wie Versicherungsschutz für Fahrräder, Wertsachen oder Überspannungsschäden verlangt.

Die Hausratversicherung Testsieger

Einen eindeutigen Testsieger gab es beim durchgeführten Test nicht. Sehr gut abgeschnitten haben die Tarife von Asstel, welche gleich in mehreren Modellfällen die günstigste Police anboten. Dazu gehörten unter anderem die Signal Iduna Hausratversicherung sowie Huk24 zu den günstigsten Anbietern.

Hausratversicherungen für Azubis und Studenten

Für die Hausratversicherung eines 20 jährigen mit einer Wohnung von 38 Quadratmetern in einem Mehrfamilienhaus gehörten die Ovag, Volkswohl Bund und Asstel zu den Testsiegern. In Städten mit einem geringen Risiko bietet die Ovag mit ihrem Tarif „Optimal“ einen kompletten Versicherungsschutz bereits zu einer jährlichen Prämie von 41 Euro an. Hierbei ist zusätzlich noch ein Fahrrad im Wert von 1.200 Euro rund um die Uhr gegen Diebstahl versichert. Auf Platz zwei kam Signal Iduna mit einer jährlichen Prämie von 51 Euro. Die jährliche Ersparnis zwischen günstigstem und teuerstem Tarif lag bei 151 Euro.

Geht man von Städten mit einem hohen Einbruchsrisiko aus, so sind die Testsieger Asstel und Axa. Asstel bietet sowohl mit dem Tarif „Plus“ wie auch mit dem Tarif „Komfort“ den günstigsten Versicherungsschutz an. Der Tarif „Plus“ ist für einen jährlichen Betrag von 78 Euro zu haben. Was die Versicherung von Wertsachen sowie Schäden nach Überspannungsschäden betrifft, bietet der der Tarif „Komfort“ höhere Leistungen. Die Jahresprämie liegt hier bei 89 Euro pro Jahr. Mit 93 Euro pro Jahr ist Axa mit dem Tarif „BOXplus Basic“ nur unwesentlich teurer. Allerdings beinhaltet dieser keinen Versicherungsschutz bei Überspannungsschäden. Lesen Sie mehr zu Hausratversicherung für Studenten.

Tarife für Familien

Bei der Tarifberechnung für Familien gilt als Basis ein 35-jähriger Familienvater, der mit seiner Familie in einer Doppelhaushälfte mit 120 Quadratmetern Wohnfläche wohnt. Im Versicherungsschutz sind Fahrräder im Gesamtwert von 2.000 Euro sowie die Versicherung von Wertsachen mit 20 Prozent und der Schutz bei Überspannungsschäden mit mindestens 10 Prozent enthalten.

Auch hier wurde in Städten mit einem hohen Einbruchsrisiko die Hausratversicherung von Asstel Testsieger. Die Ersparnis im Vergleich zum teuersten Versicherer waren staatliche 685 Euro pro Jahr. Der Tarif „Plus“ von Asstel würde für die Familie pro Jahr 211 Euro kosten. Testsieger in Städten mit einem sehr geringen Einbruchsrisiko wurde der Tarif „Einfach sicher“ von Bavaria Direkt. Hier kostet der komplette Versicherungsschutz lediglich 98 Euro pro Jahr. Ersparnis zum teuersten Anbieter 350 Euro.

Größte Einsparmöglichkeiten bei Hausratversicherungen für Rentner und Senioren

Senioren und Rentner haben bei einem Wechsel die größten Einsparmöglichkeiten. Dies liegt daran, dass nur 11 der getesteten 54 Versicherungen spezielle Tarife für Senioren anbieten. Getestet wurden Versicherungen für ein 60-jähriges Ehepaar mit einer 95 Quadratmeter großen Eigentumswohnung. Hierbei wurde eine Versicherungssumme von 133.000 vereinbart. Wertsachen sind dabei mit mindest 40 und Überspannungsschäden mit mindestens 10 Prozent versichert.

In Städten mit einem hohen Einbruchsrisiko lagen zischen dem Angebot des Testsiegers Axa und der teuersten Versicherung im Vergleich tatsächlich bei fast 1.000 Euro. Bei der Axa konnte der Hausrat für eine jährliche Prämie von 238 Euro versichert werden. Dagegen lag die Prämie des teuersten Anbieters bei 1.205 Euro. Huk24 heißt der Testsieger, wenn es um Städte mit dem geringsten Einbruchsrisiko geht. Der Tarif „Classic“ kostet für das Ehepaar 117 Euro pro Jahr. Die Einsparung im Vergleich zum teuersten Anbieter beträgt auch hier stattlich 420 Euro.

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Hausratversicherung Testergebnisse von Ökotest 04/2012

Auch die Zeitschrift Ökotest hat im April 2012 Hausratversicherungen getestet. Testsieger wurden hier die Versicherer Asstel und Medien, die es beide auf den ersten Rang schafften. Dabei konnte vor allem der Tarif „Komfort Aktiv“ des Versicherers Medien überzeugen. Dieser bot bei geringen Beiträgen mit den umfangreichsten Versicherungsschutz. Dieser umfasst sowohl Bargeld und andere Wertsachen, wie auch mögliche Aufräum- und Übernachtungskosten nach einem Schaden. Dazu sind auch Fahrradabsicherung rund um die Uhr sowie mögliche Überspannungsschäden versichert. Auch Ökotest kam zum Ergebnis, dass die Preise der einzelnen Anbieter bei gleichen Voraussetzungen deutlich abweichen. Ein Vergleich ist deshalb in jedem Falle zu empfehlen.

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