Hausratversicherung kündigen

so einfach kann man die eigene Hausrat kündigenWer seine Hausratversicherung kündigen möchte, sollte sich am besten vorher über andere Tarife und Versicherungen informieren. Gründe für die Kündigung kann es viele geben: Die eigenen Hausratversicherung erweist sich als zu teuer oder der Versicherungsnehmer ist mit der Abwicklung eines Schadensfalls nicht zufrieden. Was der Versicherte über die Kündigung wissen sollte, erfährt er hier.
>>Direkt zum Vergleich

Die Hausratversicherung ordentlich kündigen

Eine ordentliche Kündigung kann grundsätzlich drei Monate vor Ende des Versicherungsjahres erfolgen. Ein Versicherungsjahr zählt, genauso wie das Kalenderjahr, 365 Tage. Es beginnt dabei mit dem vereinbarten Versicherungsdatum, zum Beispiel dem 1.5., und endet am 30.4. des darauffolgenden Jahres. Die Dauer der Verträge für die Hausratversicherung kann zwischen einem und 10 Jahren variieren. Bei einer dreijährigen Hausratversicherung muss mit der ordentlichen Kündigung beispielsweise bis zum Ende des dritten Jahres gewartet werden. Oftmals gibt es aber auch einjährige Versicherungsverträge. Bei Nichtkündigung verlängern sich Hausratversicherungsverträge in der Regel automatisch um ein Jahr.

Gründe für die außerordentliche Kündigung der Hausratversicherung

Es gibt verschiedene Gründe für eine außerordentliche Kündigung: Ein Versicherungsgegenstand kann wegfallen, ein Umzug ins Ausland anstehen oder eine Doppelversicherung vorliegen. Auch wenn die Beiträge erhöht werden bei gleichbleibender Versicherungsleistung oder ein Schadensfall eingetreten ist, liegen Gründe zur außerordentlichen Kündigung vor. Wie sieht diese genau aus?

Kündigung der Hausrat nach Schadensfall

Nach Eintritt und Regulierung eines Schadens kann der Versicherungsnehmer innerhalb eines Monats seinen Vertrag kündigen. Die Kündigung kann entweder mit sofortiger Wirkung oder für einen späteren Zeitpunkt vorgenommen werden. Die Besonderheit hierbei ist, dass auch der Versicherer den Vertrag nach einem Schadensfall kündigen kann. Er muss sich aber an eine einmonatige Kündigungsfrist halten. Eine Kündigung seitens der Versicherung ist allerdings selten und erfolgt nur wenn der Vertrag für die Versicherung unwirtschaftlich zu werden droht.

Hausrat Kündigung nach Beitragserhöhung

Die Hausratversicherer dürfen sich die Erhöhung ihrer Beiträge vorbehalten, ohne dass gleich ein Grund zur außerordentlichen Kündigung vorliegt. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn die allgemeinen Lebenshaltungskosten oder die Versicherungssteuern gestiegen sind. Der Versicherer kann ebenfalls eine Beitragserhöhung ankündigen, wenn der Versicherte in eine Gegend umzieht, die von ihm als risikoreicher eingestuft wird. Das kann bei einem Ortswechsel vom Land in die Großstadt der Fall sein. Hier hat der Versicherungsnehmer ein Recht zur außerordentlichen Kündigung. Die Kündigung muss innerhalb eines Monats nach Zugang der Ankündigung dem Versicherer vorliegen.

Kündigung per Einwurf-Einschreiben

Es empfiehlt sich, das Kündigungsschreiben per (Einwurf-)Einschreiben zu verschicken. Das ist zwar nicht zwingend notwendig. Der Versicherte muss jedoch im Streitfall den Nachweis erbringen, die Kündigung fristgerecht eingesandt zu haben. Dabei gilt es zu beachten, dass nicht der Poststempel ausschlaggebend für die Einhaltung der Frist ist, sondern der Eingang des Schreibens beim Versicherer. Dieser steht beim (Einwurf-)Einschreiben schwarz auf weiß.

Wer auf der Suche nach einer neue Hausratversicherung nach einer Kündigung ist, dem hilft oft ein Vergleich der Hausratversicherung Testsieger.