Was darf eine Hausratversicherung kosten?

In Deutschland wird alle zwei Minuten in einen Haushalt eingebrochen. Der Schaden, der dadurch entsteht, kann erheblich sein. Die monatlichen Beiträge für eine Hausratversicherung bleiben hingegen überschaubar. Und ihr Nutzen ist kaum abzustreiten. Schließlich sind durch eine Hausratversicherung alle nicht-verbauten Gegenstände eines Haushaltes, darunter auch Wertsachen, Kleidung und 1.000 Euro Bargeld, gegen Schäden durch Brand, Überspannung, Leitungswasser, Sturm, Hagel und Einbruchdiebstahl versichert. Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel zum Thema Hausratversicherung Leistungen.

Hausratversicherung Kosten abhängig von der Versicherungssumme

Welche Faktoren spielen nun in die Beitragsberechnung einer Hausratversicherung hinein? Zunächst einmal wird die Versicherungssumme für den zu versichernden Haushalt festgelegt. Diese stellt den maximalen Wert dar, den die Hausratversicherung im Falle der Zerstörung der gesamten Einrichtung erstatten würde. Viele Hausratversicherer berechnen die Versicherungssumme mit einer Pauschale pro Quadratmeter Wohnfläche. Meistens liegt diese, je nach Versicherungsgesellschaft, zwischen 600 und 800 Euro. Wer besonders wertvollen Hausrat angesammelt hat, sollte gegebenenfalls eine höhere Versicherungssumme veranschlagen als die durch die Pauschale ermittelte. Keinesfalls sollten Versicherungsnehmer eine zu niedrige Versicherungssumme angeben, um günstigere Beiträge zu zahlen. In Folge dieser Unterversicherung kommt die Versicherung nur zu einem bestimmten Prozentsatz für den Neuanschaffungswert der zu ersetzenden Gegenstände auf.

Holzhäuser haben höhere Beiträge für die Hausratversicherung zur Folge

Ausschlaggebend für die Kosten der Hausratversicherung sind außerdem sowohl die Bauart des Daches als auch des Hauses, in dem sich die versicherten Gegenstände befinden. Holzhäuser können schneller in Brand geraten als Häuser mit Massivwänden – folglich ist auch die Gefahr größer, dass der Hausrat zerstört werden könnte. Die Hausratversicherung verlangt einen höheren Beitrag. Dessen Höhe hängt auch davon ab, ob der Versicherungsnehmer in einem Reihenhaus, einem Mehrfamilienhaus oder in einem freistehenden Haus wohnt, da jeder Häusertyp aus der Sicht der Hausratversicherer seine eigenen Risiken birgt.

Geringere Kosten: Landleben zahlt sich bei der Hausratversicherung aus

Auch der Wohnort des Versicherungsnehmers hat Einfluss auf die Berechnung der Beiträge für eine Hausratversicherung. Lebt dieser in einer Großstadt wird er höhere Beiträge zahlen als eine Vergleichsperson mit demselben Hausstand in einer ländlichen Region, denn das Einbruchsrisiko wird als höher eingestuft. Hier lohnt sich jedoch ein genauerer Vergleich der einzelnen Angebote der Hausratversicherungen. So können die Einschätzung des Einbruchsrisikos für dasselbe Gebiet und damit die Kosten für die Hausratversicherung durchaus variieren.

So viel kann die Hausratversicherung kosten

Ein etwa 60-jähriger Hausbesitzer wohnt in einer ländlichen Gegend in einem Einfamilienhaus mit 120 Quadratmetern Wohnfläche. Für die günstigste Hausratversicherung, die gute Leistungen bringt, zahlt er um die 50 Euro Jahresbeitrag. Der Top-Tarif mit sehr guten Leistungen würde ihn jährlich etwa 100 Euro mehr kosten. Ein jüngerer Versicherungsnehmer mit 33 Jahren, der in einer Wohnung von 75 Quadratmetern in Berlin-Friedrichshain wohnt, zahlt mehr. Er muss mit 60 Euro pro Jahr für den günstigsten Tarif rund 10 Euro mehr als seine Vergleichsperson vom Land aufbringen. Mit dem Top-Tarif liegt er bei 170 Euro pro Jahr. Derselbe Versicherungsnehmer würde in einer Mietswohnung in der Kölner Innenstadt jedoch für seine Hausratversicherung im günstigsten Fall rund 80 Euro jährlich zahlen. Bereits für 10 Euro mehr, kann er aber eine Hausratversicherung mit sehr guten Leistungen bekommen.